Worauf kommt es an beim Pfannenkauf? Beim Händler hast Du die Qual der Wahl. Denn Pfannen gibt es nicht nur in verschiedenen Formen, sondern auch aus verschiedenen Materialien.

Und diese verschiedenen Materialien bringen ganz unterschiedliche Eigenschaften durch die Pfannenmaterialien mit, die maßgeblich über den Erfolg Deiner Rezepte entscheiden. Denn längst nicht jede Pfanne ist für jedes Gericht geeignet: Scharf anbraten kannst Du Dein Steak am besten in einer Eisenpfanne, während ein zarter Fisch in einer Pfanne mit PTFE-Beschichtung besser aufgehoben ist. Und nicht zuletzt ist nicht jede Pfanne für jede Hitzequelle geeignet.

Ehe Du Dich für eine neue Pfanne entscheidest, musst Du also zuerst wissen, was und wo Du kochen willst. Diese Materialkunde zu den wichtigsten Pfannenmaterialien wird Dir bei der Auswahl der perfekten Pfanne helfen.

Welche Pfanne für welchen Herd?

2 Bratpfannen im Einsatz

Pfannenguru denkt nachDu kannst jede Pfanne auf dem klassischen E-Herd einsetzen. Aber was ist mit einem Gas- oder Induktionsherd? Hier kommt es auf die Eigenschaften der jeweiligen Pfannenmaterialien an, ob sie für den jeweiligen Herd geeignet ist und Du all ihre Vorzüge optimal ausnutzen kannst.

Welche Pfanne für einen Induktionsherd?

Auf einem Induktionsherd kannst Du nur Pfannen mit ferromagnetischer Bodenplatte nutzen. Eisenpfannen sind problemlos dafür geeignet; Pfannen aus anderen Materialien müssen hingegen eine magnetische Bodenplatte aufweisen. Dies liegt an der Funktionsweise von Induktionsherden: Sie erzeugen induktive Magnetfelder, welche alle Töpfe und Pfannen erhitzen, die magnetisch sind.

So testest Du Kochgeschirr auf Induktionseigenschaften:
Nimm einen kleinen Magneten und halte ihn an den Boden der Pfanne. Reagiert der Magnet, dann ist die Pfanne auch für den Induktionsherd geeignet.
Zusatztipp: Pfannen aus Eisen oder Gusseisen sind von Haus aus perfekt für den Induktionsherd geeignet.

 

Auf dem Gasherd punkten Kupferpfannen

Kupferne Bratpfanne wartet auf ihren Einsatz in der Küche

Mit einem Gasherd kannst Du die Temperatur stufenlos und schnell ändern. Ideal für einen Gasherd sind deshalb Kupferpfannen, die Temperaturänderungen sehr schnell an die Speisen weitergeben. Geschmiedete oder gestanzte Eisenpfannen haben durch ihren dünnen Boden ähnliche Eigenschaften wie Kupferpfannen.

Gusseisenpfannen funktionieren natürlich auch auf einem Gasherd, doch da sie ein natürlicher Wärmespeicher sind, lässt sich mit ihnen die Möglichkeit der schnellen Temperaturänderung nicht ideal ausnutzen.

Bei Pfannen mit Plastikgriffen ist zudem Vorsicht geboten, dass sie nicht über den Flammen schmelzen.

Welche Pfannen sind backofengeeignet?

Für den Backofen geeignet sind alle Pfannen ohne PTFE-Beschichtung und mit geeigneten Griffen. Einige Hersteller bieten Pfannen mit abnehmbaren Griffen oder hitzebeständigen Plastikgriffen an. Wenn Du nicht sicher bist, ob eine Pfanne für den Backofen geeignet ist, verzichte darauf, sie darin zu nutzen.

Dürfen Pfannen auf den Kohlegrill?

Für den Einsatz auf dem Kohlegrill eignen sich nur Pfannen aus Gusseisen, Eisen und Edelstahl, sofern diese keine empfindlichen Plastikgriffe haben. Pfannen aus Aluminium ohne PTFE-Beschichtung sind theoretisch geeignet, können sich durch die ungleichmäßige Hitze aber verformen.

Für gleichmäßige Bratergebnisse auf dem Kohlegrill ist zudem Übung nötig.

Die Pflege von hochwertigen Pfannen

Je nach Material und Beschichtung haben Pfannen ganz unterschiedliche Pflegeansprüche. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie gehören nicht in die Spülmaschine. Selbst, wenn der Hersteller eine Pfanne als spülmaschinengeeignet ausweist, solltest Du lieber bei der Handwäsche bleiben.

Warum? Spülmaschinen-Reinigungsmittel sind meist sehr aggressiv sind und greifen daher mit hoher Wahrscheinlichkeit die Beschichtung der Pfanne an. Dabei ist ganz egal, ob es sich um eine Teflon- (Markenname von Dupont), Patina- oder Emaille-Beschichtung handelt.

Verwende auch bei eingebrannten Essensresten auf keinen Fall einen Stahlschwamm, da dieser die Pfanne oder die Beschichtung zerkratzen würde. Auch kratzfeste Beschichtungen wie Emaille würden so auf Dauer stumpf werden. Reinige Deine Pfannen stattdessen lieber mit sanfteren Methoden und nutze ein gutes Mikrofasertuch.

Eisenpfannen sind nicht gleich Eisenpfannen

Eisenpfanne mit einem schönen Stück Fleisch und knuspriger KrusteVielleicht besitzt Du bereits eine Eisenpfanne oder Gusseisenpfanne von Deinen Eltern oder Großeltern. Dabei handelt es sich nicht um altes Eisen, sondern um einen echten Küchenschatz den Du heute so gar nicht mehr kaufen kannst. Mit der richtigen Pflege halten diese Pfannen über Generationen hinweg und Du kannst deinen Kindern oder Enkeln noch eine Freude damit machen. Der große Vorteil von Eisen- oder gusseisernen Pfannen ist, dass diese mit der Zeit sogar besser werden. Die Patina baut sich auf und sorgt mit jedem Einsatz für ein besseres Kocherlebnis.

Man unterscheidet zwischen gusseisernen Pfannen, schmiedeeisernen Pfannen und Pfannen aus Kohlestahl. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften, haben aber alle dieselben Pflegeansprüche. Sofern es sich nicht um eine mit Emaille beschichtete Pfanne handelt, müssen sie alle vor dem ersten Gebrauch eingebrannt werden. Wie das geht, zeigen wir Dir im weiteren Verlauf.

Eisengusspfannen

Der Name verrät bereits, dass sie aus flüssigem Eisen gegossen werden. Der Kohlenstoffanteil ist mit über 2,06% sehr hoch, wodurch die Pfannen etwas spröde sind und das Eisen sich nicht verformen lässt. Um den Pfannen die nötige Stabilität zu verleihen, werden sie massiver gegossen, wodurch sie schwerer sind. Doch genau darin liegt ihre Stärke: Sie brauchen zwar länger, um sich zu erhitzen, können aber sehr viel Hitze speichern, die sie gleichmäßig wieder abgeben.

Beim Gießen entspannt sich das Eisen zudem, wodurch die Pfannen problemlos sehr hohe Temperaturen standhalten.

Eisengusspfannen werden im Sandguss-Verfahren hergestellt. Das bedeutet, dass jede Pfanne ein Unikat und keine identisch zur nächsten ist. Der Herstellungsprozess läuft folgendermaßen ab: eine Urform wird als Negativ in den Sand gepresst. Diese Sandform wird nun mit flüssigem Eisen gefüllt. Das Eisen hat ungefähr eine Temperatur von 1.400° C. Sobald das Eisen ausgehärtet ist, wird die Sandform zerstört. Der frische Rohling kann nun entnommen werden, wird von Sand und sonstigen Gussresten befreit und kann im Anschluss nachbehandelt werden.

Emaillierte Eisengusspfannen

Emailliertes Gussgeschirr - Emaille gehört zu den besten PfannenmaterialienBei emaillierten Eisengusspfannen kommen die Vorteile von Emaille und Gusseisen zusammen: Eine Beschichtung aus Emaille hält wie auch Gusseisen sehr hohen Temperaturen stand. Mit rund 450° Hitzeverträglichkeit kann eine emaillierte Gusspfanne auch in den Backofen oder auf den Grill gestellt werden.

Dazu ist Emaille kratzfest und reagiert nicht mit Nahrungsmitteln. Gleichzeitig ist die Pflege leichter, als bei einer Eisenpfanne, da Du die Pfanne nicht aufwendig einbrennen musst und mit Spülmittel reinigen kannst.

Pfannen aus Kohlenstoffstahl

Kohlenstoffstahl enthält mit 0,6% bis 2,0% weniger Kohlenstoff als Gusseisen.

Für die Herstellung dieser Pfannen verarbeiten die Hersteller in mehreren Schritten Roheisen zu Stahlblechen, aus denen sie Kreise stanzen. Wie bei Kupferpfannen werden diese zu Pfannen geformt.
Pfannen aus Kohlenstoffstahl sind leichter als gusseiserne Pfannen und brechen weniger leicht. Sie brauchen lange, um aufzuheizen und eine gleichmäßige Hitze zu erreichen.

Bei zu großen Temperaturunterschieden kann sich der Boden verziehen.

Schmiedeeiserne Pfanne

Schmiedeeisernepfanne mit Pommes zur DekorationDiese Pfannen haben noch weniger Kohlenstoff als Pfannen aus Kohlenstoffstahl, wodurch sie kaum bruchgefährdet sind.

Während der Herstellung wird dem Roheisen Kohlenstoff entzogen, ehe es geschmiedet wird.

Diese Pfannen sind deutlich dünner und dadurch leichter als gusseiserne Pfannen. Auch sie speichern Hitze gut, geben sie aufgrund der dünneren Wände aber weniger gleichmäßig ab.

Werden sie ungleichmäßig erhitzt, wie es z. B. auf Gasherden der Fall sein kann, können sie sich zudem verformen.

Eisenpfannen einbrennen

Eisenpfannen ohne Beschichtung entwickeln im Laufe der Zeit eine ganz eigene Patina. Bei dieser Patina handelt es sich um eingebranntes Fett, das eine gute Antihaftwirkung hat.

Vor dem ersten Gebrauch musst Du eine Eisenpfanne einbrennen, damit diese Schutzschicht entstehen kann.

Zum Einbrennen gibt es verschiedene Methoden:

#1

Bekannt ist unter anderem die Backofen-Leinöl-Methode. Hier wird die Eisenpfanne, nachdem sie durch gründliches Abwaschen vom Korrosionsschutz befreit wurde, mit Leinöl bepinselt und für eine Stunde in den heißen Backofen gestellt. Dieser Vorgang wird vier bis fünf Mal wiederholt, bis sich eine schöne Patina auf der Pfanne gebildet hat. Der Vorteil gegenüber anderen Methoden ist, dass es nicht so raucht und dampft und die Patina gleichmäßig auf der Pfanne gezüchtet wird.

Eine andere Methode ist die Kartoffel-Salz-Öl-Methode:

#2

Nachdem Du den Korrosionsschutz des Herstellers gründlich abgewaschen hast, brätst Du in der Pfanne Kartoffelschalen mit Salz an, bis diese schwarz sind. Wenn die Pfanne ausgekühlt ist, reinigst Du sie ohne Spülmittel und ölst sie anschließend ein. Diese Methode ist nicht so empfehlenswert, da es zu mehr Rauch und Schmutz kommt und die Bildung der Patina wesentlich ungleichmäßiger ist.

Eisenpfannen richtig pflegen

Wasche Deine unbeschichtete Eisenpfanne nicht mit Spülmittel, denn dieses löst die eingebrannten Fettreste und zerstört so die gewünschte Patina. Lass sie auch nicht im Wasser stehen, denn dann droht sie zu rosten. Nach dem Reinigen solltest Du sie mit ein paar Tropfen Öl einreiben.

Eine emaillierte Pfanne kannst Du dagegen einfach mit Spülmittel reinigen oder im Wasser stehen lassen.

Pfannen (nicht nur) für Profis: Kupferpfannen

Schöne Kupfer-Bratpfanne mit angenietetem GriffPfannen aus Kupfer sind kein häufiger Anblick. Kenner wissen ihre Vorzüge durchaus zu schätzen, aber zur Standardausrüstung einer Küche gehören sie nicht unbedingt.
Da Kupfer nicht magnetisch ist, sind reine Kupferpfannen nicht für Induktionsherde geeignet.

Nur, wenn sie eine ferromagnetische Schicht am Boden haben, kannst Du sie auch auf dieser Art Herd einsetzen.

Vor- und Nachteile von Kupferpfannen

Kupfer ist ein Metall mit hervorragenden thermischen Eigenschaften: Es leitet Hitze nicht nur sehr gut und gibt sie gleichmäßig weiter, sondern reagiert auch schnell auf Wärmeveränderungen. Durch die gute Leitfähigkeit kühlt eine Kupferpfanne schnell wieder aus.

Ihre Stärke wirklich ausspielen können Kupferpfannen deshalb nur auf Gas- und Induktionsherden, mit denen Du auch tatschlich schnell die Temperatur ändern kannst.

Kupferpfannen sind hochpreisig, weshalb sie insbesondere in professionellen Küchen zum Einsatz kommen. Der Grund dafür ist nicht nur der Preis für Rohkupfer, sondern auch der aufwendige Herstellungsprozess.

Die Herstellung ist Handarbeit

Pfannenguru hat einen EinfallKupfer ist ein sehr weiches Material. Für die Herstellung stanzen die Hersteller Kupferblech aus und drücken diese in Form. Das Kupfer wird für die Verarbeitung also nicht erhitzt. Auch, wenn dafür Maschinen genutzt werden, ist die Herstellung einer Kupferpfanne Handarbeit.

Reine Kupferpfannen geben Kupfer an Speisen ab und laufen gerade bei sauren Lebensmitteln an. Deshalb werden Kupferpfannen in der Regel beschichtet. Dafür sind verschiedene Materialien möglich, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. Es gibt drei beliebte Beschichtungselemente für Kupferpfannen: Silber, Zinn und Edelstahl.

Eine Silberbeschichtung ist sehr teuer und zudem empfindlich, da auch Silber ein sehr weiches Metall ist. Zinn darf aufgrund des geringen Schmelzpunktes nicht über 220° erhitzt werden. Zudem muss eine Beschichtung aus Zinn alle paar Jahre erneuert werden, womit weitere Kosten verbunden sind. Eine Beschichtung aus Edelstahl vermindert die thermischen Vorteile des Kupfers, ist dafür aber auch robust und für sehr hohe Temperaturen geeignet.

So pflegst Du Deine Kupferpfanne

Die Oberfläche von Kupfer oxidiert nicht nur schnell, sondern zerkratzt auch leicht. Hohe Temperaturen, wie sie beim Braten entstehen, beschleunigen die Oxidation noch. Mit einer Polierpaste kannst Du die diese Verfärbungen entfernen und den typische Kupferglanz wieder herstellen. Allerdings ist das ein Vorgang, den Du regelmäßig wiederholen musst, wodurch die dauerhafte Pflege einer Kupferpfanne recht aufwendig ist.

Robuste Klassiker: Edelstahlpfannen

Edelstahlpfanne auf InduktionsherdEdelstahl enthält neben Stahl auch Chrom und Nickel. Für einen Induktionsherd sind diese Pfannen nur geeignet, wenn sie eine magnetische Bodenplatte besitzen. Sie halten große Hitze aus und sind damit für scharfes Anbraten gut geeignet. Häufig werden diese Pfannen mit einer Keramik-Beschichtung versehen, um eine Antihaftwirkung zu erreichen.

Für die Herstellung werden aus Stahlblechen Kreise gestanzt und dann in Form gepresst.

Vor- und Nachteile der Edelstahlpfannen

Diese Pfannen sind rostfrei, hart und pflegeleicht. Zudem reagieren sie nicht mit Lebensmitteln. Allerdings sind ihre thermischen Eigenschaften eher schlecht, weshalb sie einen Kern aus Aluminium oder Kupfer haben. Bei falscher Anwendung brennen Speisen in ihnen sehr schnell an.

Die Edelstahlpfanne pflegen

Auch, wenn Edelstahl sehr robust ist, kann es durch Stahlschwämme zerkratzt werden. Auch, wenn Edelstahl spülmaschinengeeignet ist, solltest Du eine solche Pfanne lieber von Hand waschen.

Bei einer Keramik-Beschichtung ist zudem etwas Vorsicht geboten, da diese spröde ist und bei harten Stößen abplatzen kann. Stelle deshalb im Küchenschrank keine Töpfe in eine Keramikpfanne.

Die günstige Pfannenvariante: Aluminiumpfannen

Geflügel in einer Teflonpfanne bereit zum AnbratenZur klassischen ersten Ausstattung einer Küche gehört eine beschichtete Aluminiumpfanne. Mit PTFE beschichtet ist sie ideal für empfindliche Lebensmittel wie Fisch oder Omelette, die schnell anbrennen oder zerfallen.

Aluminium selbst ist nicht magnetisch. Aluminiumpfannen sind deshalb nur für Induktionsherde geeignet, wenn sie eine entsprechende Bodenplatte besitzen.
Besteht die Beschichtung aus Keramik oder Emaille, hält die Pfanne durchaus hohe Temperaturen aus. Lediglich mit einer PTFE-Beschichtung darf sie nicht zu hoch erhitzt werden.

Vor- und Nachteile von Aluminiumpfannen

Die Vorteile von Aluminium sind sein geringes Gewicht, der niedrige Preis und die guten thermischen Eigenschaften. Allerdings reagiert Aluminium mit Nahrungsmitteln, weshalb die Pfannen eine Beschichtung aus PTFE, Keramik oder Emaille haben. Auch hat Aluminium eine schlechtere Wärmekapazität, speichert Wärme also nur mäßig.

Die Herstellung von Aluminiumpfannen

Aluminiumpfannen werden auf verschiedene Weisen produziert. Wie bei Kupferpfannen können sie aus einem Metallzuschnitt kalt geformt werden. Aber auch Gießverfahren und Pressgießverfahren kommen zum Einsatz. Da diese Pfannen Wärme nicht gut speichern, werden sie meist mit einem dickeren Boden versehen, der dies etwas ausgleicht.

Sind Aluminiumpfannen hochwertig gegossen oder geschmiedet, sind sie sehr formstabil. Weniger hochwertige Pfannen verformen sich hingegen leichter und liegen dann nicht mehr plan auf dem Herd auf.

Eine Aluminiumpfanne pflegen

Die richtige Pflege der Pfanne hängt von der Art der Beschichtung ab. Am häufigsten ist PTFE, welches sehr anfällig für Kratzer ist. Bei zu hoher Hitze nimmt es Schaden an und sondert zudem giftige Dämpfe ab.
Sowohl beim Kochen als auch beim Reinigen solltest Du deshalb keine Gegenstände aus Stahl in der Pfanne verwenden. Verwende stattdessen Kochgeschirr aus Plastik oder Holz und einen Schwamm oder ein Mikrofasertuch zum Reinigen.

Eine Beschichtung aus Keramik und Emaille ist widerstandsfähiger gegen Kratzer. Allerdings sind diese Materialien leicht spröde, so dass sie empfindlicher auf Stöße reagieren.

Bei Teflonpfannen brennt nichts an

Teflonpfanne mit niedrigem RandPTFE steht für Polytetrafluorethylen. Dies ist ein Kunststoff, der wärme- und kältebeständig ist sowie wasser- und fettabweisend. Häufig wird der Begriff Teflon synonym verwendet, wobei dieser eigentlich nur das PTFE der Firma Dupont bezeichnet.

Eine Beschichtung aus PTFE zeichnet sich durch exzellente Antihafteigenschaften aus, die es ermöglichen, ohne Fett zu braten und das Anbrennen empfindlicher Speisen wie Fisch oder Spiegeleier verhindern.

Erfunden wurde PTFE im Jahre 1938 von dem Wissenschaftler Roy J. Plunkett, einem Angestellten der Firma DuPont in den USA. Zwar wurde PTFE – entgegen aller Mythen – ursprünglich nicht für die Raumfahrt hergestellt, wird inzwischen aber tatsächlich dafür genutzt. Heute findet man PTFE auch auf Backpapier oder in wasserabweisenden Jacken.

PTFE ist empfindlich

Eine Beschichtung aus PTFE zerkratzt sehr leicht, worunter die Antihaftwirkung leidet. Verwende deshalb kein Kochbesteck aus Metall oder einen Stahlschwamm auf einer solchen Beschichtung. Ist die Beschichtung zerkratzt, solltest Du möglicherweise in Betracht ziehen, Dir eine neue Pfanne zuzulegen.

Ist PTFE gesundheitsschädlich?

Einige Zeit stand PTFE im Verdacht, gesundheitsschädigend zu sein, wenn durch eine Beschädigung der Beschichtung einzelne Flocken ins Essen gerieten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung widerspricht dem aber [1].

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft ist PTFE inert, reagiert also bei niedrigen Temperaturen wie der Körpertemperatur scheinbar nicht. Verschluckte Flocken von PTFE sind zwar nicht appetitlich, werden aber wohl wieder ausgeschieden, ohne dem Körper zu schaden. Das Bratverhalten der Pfanne leidet allerdings unter einer Beschädigung der Beschichtung.

Achtung: Giftige Dämpfe

Anders als bei Flocken der Beschichtung sieht es allerdings bei PTFE-Dämpfen aus. Wird eine Teflonpfanne (Markenname von Dupont) zu stark erhitzt, sondert sie stark gesundheitsschädliche Dämpfe ab. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung darf eine Teflonpfanne nicht über 360° erhitzt werden. Erhitze sie deshalb auch nie länger als 3 Minuten leer. Für einen Einsatz im Backofen sind diese Pfannen daher nicht geeignet.

Das zeichnet Keramikpfannen aus

rote Keramikpfanne mit Holzspachtel

Keramik ist deutlich hitzebeständiger und kratzfester als PTFE, während sie eine ebenfalls sehr gute Antihaftwirkung besitzt. Auch sind Keramikpfannen sehr leicht zu reinigen.
Allerdings besitzt Keramik keine guten Wärmeeigenschaften, weshalb das Material nur als dünne Beschichtung verwendet wird.

Zudem ist es spröde und kann bei harten Stößen springen. Stelle im Küchenschrank deshalb keine Töpfe in eine Keramikpfanne. Da das Metall der Pfanne und die Keramikbeschichtung sich bei Temperaturänderungen unterschiedlich verhalten, kann es im Laufe der Zeit dennoch zu Sprüngen kommen.

Keramikpfannen dürfen nicht in der Spülmaschine gereinigt werden, da das Spülmittel die Beschichtung angreift. Stahlschwämme und Reinigungsmittel mit Scheuerwirkung zerkratzen die Beschichtung.
Eine Pfanne mit Keramikbeschichtung eignet sich sehr gut sowohl zum scharfen Anbraten als auch zum schonenden Garen.

Auf das richtige Öl kommt es an

Verwende in einer Keramikpfanne niemals ein Öl mit niedrigem Rauchpunkt. Denn wenn Du Öl über seinen Rauchpunkt hinaus erhitzt, verklebt es. Die Beschichtung verliert dadurch ihre gute Antihaftwirkung. Um die hohe Hitzebeständigkeit der Keramikbeschichtung ausnutzen zu können, solltest Du deshalb in ein geeignetes Öl investieren.

Eine Emaille-Beschichtung hat viele Vorteile

Emaillierte Stahlpfanne mit angenietetem GriffEmaille besteht wie Glas aus Silikaten und Oxiden. Sie wird unter sehr hohen Temperaturen aufgebracht.
Zu den Vorteilen der Emaille zählt die hohe Hitzebeständigkeit von bis zu 450°. Zudem reagiert sie nicht mit Lebensmitteln und gilt als sehr hygienisch, da Emaille Bakterien keinen Nährboden bietet. Außerdem ist sie kratzfest und bei der richtigen Pflege sehr langlebig.

Die Antihaftwirkung ist allerdings nicht so gut wie bei PTFE oder Keramik, weshalb Du beim Kochen etwas mehr Öl benötigst. Vermeide auch harte Stöße auf die Beschichtung, um Sprünge zu verhindern. Emaillepfannen sind neben dem scharfen Anbraten auch für sanftes Garen geeignet.

Obwohl Emaille kratzfest und laut Angaben mancher Hersteller spülmaschinengeeignet ist, empfiehlt sich eine Reinigung von Hand.

Investiere in Qualität

Black Angus-Steak in einer gusseisernen Grillpfanne

Wenn Du weißt, für welche Gerichte Du eine Pfanne brauchst und auf welchem Herd Du kochen wirst, kannst Du die große Auswahl nun schon deutlich einschränken.

Auch mit günstigen Pfannen kannst Du in der Küche passable Ergebnisse erzielen. Dauerhaft glücklich wirst Du aber nur mit hochwertigen Pfannen. Denn bei guter Pflege begleiten Dich diese ein Leben lang.

Auch, wenn der Kauf einer guten Brat- oder Grillpfanne eine teurere Anschaffung sein kann, ist sie letzten Endes doch deutlich günstiger als der regelmäßige Neukauf einer Niedrigpreis-Pfanne.

4 Idee über “Pfannenmaterialien: Diese solltest Du kennen

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  2. Maximilian sagt:

    Danke für diesen Artikel. Wir haben die selben Erfahrungen gemacht und schwören inzwischen auf gusseiserne Pfannen. Meine Frau hat zwar etwas Zeit gebraucht, bis sie sich an das Gewicht gewöhnt hatte, aber dann lief es!

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