Ob saftiges Steak oder knackiges Gemüse: Neben den Zutaten entscheidet die Pfanne über das Ergebnis. Und da ist Grillpfanne noch längst nicht Grillpfanne! Neben der Qualität der Pfanne kommt es auf das Material an, das entscheidet, was eine Grillpfanne kann – oder eben nicht kann.

Die Vielzahl verschiedener Pfannen macht die Auswahl dabei nicht unbedingt einfach. Zugleich liegt darin aber auch ein großer Vorteil: Durch die Kombination verschiedener Eigenschaften gibt es die ideale Grillpfanne für jedes Gericht.

Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen und am Ende die passende Grillpfanne für Dich zu finden. Worauf es dabei ankommt und wie Du Deine Pfanne pflegst, damit sie Dich lange begleitet, erfährst Du hier.

Die Pfanne mit den Rillen

Grillpfannen haben ein hervorstechendes Merkmal: Ihre Rillen, oder besser, ihre Grillrippen. Diese sorgen nicht nur für die markanten Streifen beim Grillgut, sondern beeinflussen auch das Bratergebnis deutlich. Anders als in einer flachen Pfanne liegt das Fleisch nämlich nicht komplett auf dem Boden auf, sondern nur auf den Grillrippen.

Die Rippen haben einen großen Vorteil: Zwischen ihnen sammelt sich das Fett, sodass das Grillgut damit gar nicht in Berührung kommt. Fleisch und Gemüse köcheln also nicht im eigenen Saft, sondern werden in der heißen Pfanne gebraten. Einige Pfannen haben zusätzlich einen Ausguss, damit Du Fett und Bratensaft abgießen kannst.

Ob die Pfanne rund oder eckig ist, hat auf das Grillergebnis keinen Einfluss. Wichtig ist eher, dass die Grillrippen klar erkennbar sind und nicht zu dicht aneinander liegen.

Der Unterschied zwischen Grillpfanne und Steakpfanne

Steakpfannen fehlen die Rippen der Grillpfannen, so dass in ihnen das Steak flach aufliegt. Dadurch erhält das Steak eine gleichmäßige Bräunung anstelle der Streifen durch eine Grillpfanne. Wichtigstes Merkmal für eine hochwertige Steakpfanne ist, dass sie sehr hohe Temperaturen aushält, damit Du Dein Steak scharf anbraten kannst.

Mit etwas Übung kannst Du aber auch in einer Grillpfanne vorzügliche Steaks zubereiten.

Was kann die Grillpfanne?

In Grillpfannen kannst Du weit mehr als nur Fleisch anbraten. Für Abwechslung in der Küche ist die Grillpfanne für Gemüse geeignet, zum Beispiel, um Antipasti zuzubereiten. Sogar ganz exotische Gerichte wie gegrillte Wassermelone als Salatbeilage sind möglich.

Ebenso sind Grillpfannen für Fisch geeignet. Da Fisch leicht anbrennt und zerfällt, empfiehlt sich in diesem Fall eine beschichtete Pfanne mit guter Antihaftwirkung.

Ist Deine Grillpfanne für Induktion geeignet?

Nur Grillpfannen mit ferromagnetischen Eigenschaften sind für Induktionsherde geeignet. Ferromagnetisch bedeutet dabei nichts anderes, als dass die Pfanne magnetisch ist. Der Grund dafür ist die Funktionsweise des Induktionsherdes: Darin ist Elektronik verbaut, die induktive Magnetfelder erzeugt, welche die Pfannen erhitzen.

Grillpfannen aus Gusseisen sind deshalb ideal, da Eisen magnetisch ist. Aber auch Edelstahl- und Aluminiumpfannen sind geeignet, sofern sie eine magnetische Bodenplatte besitzen. Ob eine Pfanne innen beschichtet ist oder nicht, ist auf einem Induktionsherd egal.

Wenn Du nicht weißt, ob Deine Grillpfanne geeignet ist, mache den Magnettest: Zieht der Boden der Pfanne einen kleinen Magneten an, kannst Du sie nutzen.

Wann ist eine Grillpfanne backofengeeignet?

Das scharf angebratene Steak gart im Ofen nach und wird so erst richtig perfekt. Doch nicht jede Grillpfanne darf in den Ofen.

Grundsätzlich sind alle Materialien backofengeeignet, mit Ausnahme der meisten Kunststoffe. Hat Deine Pfanne also eine PTFE-Beschichtung, solltest Du sie nicht im Backofen einsetzen. Bei Kunststoffgriffen achte auf die Herstellerangaben, ob die Pfanne vielleicht dennoch ofentauglich ist.

Materialfrage: Gusseisen, Edelstahl oder doch lieber Aluminium?

Grillpfannen bestehen aus verschiedenen Materialien, zum Beispiel aus Gusseisen, Edelstahl oder Aluminium. Es gibt auch sehr hochwertige Pfannen und Töpfe aus Kupfer, da dieses sehr gute Thermoeigenschaften besitzt. Grillpfannen aus Kupfer gibt es jedoch nicht auf dem Markt.

Pfannen aus Aluminium und manchmal auch Edelstahl haben eine Beschichtung aus Keramik, Emaille oder PTFE. Aber auch gusseiserne Pfannen können emailliert sein.

Das verwendete Material beeinflusst das Bratverhalten der Pfanne stark. Und auch die Pflegeansprüche jedes Materials sind unterschiedlich. Wie Du Deine Grillpfanne reinigen kannst, hängt alleine vom ihrem Material ab.

Welche Grillpfanne die richtige für Dich ist, hängt also auch davon ab, was Du zubereiten willst. Zuerst betrachten wir die Materialien der Pfannen, ehe wir uns dann den verschiedenen Beschichtungen zuwenden.

Eine Grillpfanne aus Gusseisen

 

Viele sehen die gusseiserne Grillpfanne als „die“ Grillpfanne schlechthin. Sie sind sehr massiv und dadurch ziemlich schwer. Eine solche Pfanne braucht länger, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Dafür speichert sie die Hitze sehr lange und gibt sie gleichmäßig an das Grillgut ab.

Fleisch kannst du in gusseisernen Pfannen sehr gut scharf anbraten. Sie sind gut für Grillgut geeignet, das hohe Temperaturen benötigt und nicht leicht zerfällt.

Pfannen aus Schmiedeeisen oder Kohlenstoffstahl wirken auf den ersten Blick wie eine günstigere Alternative zu gusseisernen Pfannen und ähneln ihnen in vielen Eigenschaften. Sie sind leichter, benötigen allerdings mehr Zeit, bis sie eine gleichmäßige Hitze an das Grillgut abgeben.

So pflegst Du Deine Grillpfanne aus Gusseisen

Gusseiserne Pfannen können bei guter Pflege Generationen überdauern. Sie sind äußerst robust, wenn sie keine empfindliche Beschichtung haben. Pfannen aus Gusseisen bilden im Laufe der Zeit eine deutlich sichtbare Patina aus. Diese ist vielleicht optisch nicht ansprechend, wirkt aber als natürliche Antihaftbeschichtigung.

Vor dem ersten Einsatz musst Du Grillpfannen aus Gusseisen ohne Beschichtung und Eisenpfannen einbrennen. Wasche zuerst gründlich den Korrosionsschutz ab, den der Hersteller aufgebracht hat. Für das Einbrennen gibt es verschiedene Verfahren. Am bekanntesten ist die Methode mit Kartoffeln, Salz und Öl: Erhitze Öl in der Pfanne und brate darin Kartoffelschalen mit Salz an, bis sie schwarz sind. Lasse die Pfanne auskühlen und reinige sie ohne Spülmittel.

Für die weitere Pflege musst Du die Grillpfanne einfetten: Reibe sie nach jedem Reinigen mit etwas Öl ein und achte darauf, dass sie nicht rostet.

Da Gusseisen ein sprödes Material ist, kann ein Sturz auf harte Oberflächen oder ein plötzliches Abkühlen zu Sprüngen führen.

Pfannen aus Schmiedeeisen und Kohlenstoffstahl werden wie Eisenpfannen eingebrannt und gepflegt.

Etwas ganz Besonderes: Emaillierte gusseiserne Grillpfannen

Manche Hersteller bieten gusseiserne Grillpfannen auch emailliert an. Sowohl Gusseisen als auch Emaille halten sehr hohen Temperaturen stand und können damit problemlos im Backofen genutzt werden.

In der Pflege machen diese Pfannen etwas weniger Arbeit. Du musst sie nicht einbrennen, und die Reinigung ist oft leichter als bei einer gusseisernen Pfanne. Allerdings verlangt die Emaille einen etwas sorgsameren Umgang, damit sie keine Risse bildet und abplatzt.

Grillpfannen aus Edelstahl

Edelstahl ist durch die Zugabe von Nickel und Chrom ein widerstandsfähiges, nichtrostendes und pflegeleichtes Material. Da reiner Edelstahl schlechte Leiteigenschaften für Wärme hat, ist fast immer ein Kern aus Kupfer oder Aluminium darin verarbeitet. Gegenüber Pfannen aus Aluminium haben sie den Vorteil, dass sie sich nicht so leicht verziehen.

Sind sie unbeschichtet, geschieht es leicht, dass das Grillgut in ihnen anbrennt. In diesem Fall ist Geduld gefragt: Das Fleisch löst sich von alleine, wenn es soweit ist. Zum scharfen Anbraten sind diese Pfannen sehr gut geeignet.

Die Edelstahlpfanne richtig pflegen

Bei beschichteten Edelstahlpfannen hängt die richtige Pflege von der Art der Beschichtung ab.

Unbeschichtete Edelstahlpfannen sind spülmaschinengeeignet, was die Reinigung sehr erleichtert. Auch, wenn Edelstahl sehr widerstandsfähig ist, kann es zerkratzen. Vermeide es, mit dem Messer darin zu schneiden oder bei der Reinigung von Hand Stahlwolle zu nutzen.

Emaille oder Teflon: Welche Beschichtung ist besser?

Bei der Beschichtung von Grillpfannen kommen drei verschiedene Materialien zum Einsatz: Emaille, Keramik und PTFE. Jedes davon bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich, die ausschlaggebend für die Einsatzmöglichkeiten der jeweiligen Pfanne sind.

Teflon für Braten mit wenig Fett

PTFE, kurz für Polytetrafluorethylen, ist die wissenschaftliche Bezeichnung für einen Kunststoff, der kälte- und wärmebeständig ist sowie Wasser und Fett abweist. Dupont prägte den Markennamen Teflon für dieses Material, aus dem Antihaftbeschichtungen hergestellt werden. PTFE stand lange Zeit im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat in diesem Punkt aber Entwarnung gegeben.

Eine Pfanne mit Teflonbeschichtung ist ideal, wenn Du Lebensmittel wie Fisch zubereitest, die leicht anbrennen und zerfallen.

Für sehr hohe Temperaturen ist PTFE nicht geeignet: Wird eine Teflonpfanne zu stark erhitzt, gibt die Beschichtung giftige Dämpfe ab. Außerdem kann sich die Beschichtung der Pfanne lösen. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung darf PTFE deshalb nicht über 360° erhitzt werden. Erhitze eine Teflonpfanne nicht länger als 3 Minuten leer, um zu vermeiden, dass sie diese Temperatur erreicht. Pfannen mit PTFE-Beschichtung sind nicht backofengeeignet.

So pflegst Du Deine Teflonpfanne

Teflon ist ein empfindliches Material. Zwar musst Du eine Grillpfanne nicht sofort wegwerfen, wenn die Beschichtung Kratzer hat, denn es gibt derzeit keinen Nachweis, dass mit der Nahrung aufgenommene Flocken einer beschädigten PTFE-Beschichtung gesundheitsschädlich sind. Allerdings beeinträchtigt eine beschädigte Beschichtung das Bratverhalten.

Verwende in einer Teflonpfanne niemals Besteck aus Metall, da dies die Beschichtung sehr leicht zerkratzt. Das gilt natürlich auch für Messer: Schneide das Essen niemals direkt in der Pfanne. Beim Reinigen darf natürlich auch kein Stahlschwamm zum Einsatz kommen.

Wasche die Pfanne ausschließlich per Hand. Spülmittel kannst Du dabei durchaus benutzen. Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen und noch intakter Beschichtung hilft es, in der Pfanne Wasser mit etwas Backpulver aufzukochen und dies bis zum nächsten Tag einwirken zu lassen.

 

Keramik für gleichmäßiges Anbraten

 

Eine Beschichtung aus Keramik hat den großen Vorteil, hitzebeständiger zu sein als PTFE. Da Keramik selbst keine guten Wärmeeigenschaften besitzt, wird es nur als Beschichtung verwendet.

Keramikpfannen kannst Du vielseitig einsetzen und Grillgut sowohl scharf anbraten als auch langsam garen. Da sie eine sehr gute Antihaftwirkung haben, sind sie auch gut für Lebensmittel wie Fisch oder zartes Gemüse geeignet, die leicht zerfallen.

Vor- und Nachteile einer Keramikpfanne

Keramik hält sehr hohen Temperaturen stand. Außerdem ermöglicht ihre sehr gute Antihaftwirkung das Braten ohne Fett und ist leicht zu reinigen.

Ein Nachteil ist, dass eine Keramikbeschichtung spröde ist und leicht springen kann. Du solltest deshalb im Küchenschrank keine anderen Töpfe in die Pfanne stellen. Dennoch können mit der Zeit kleine Sprünge entstehen, da Keramik und Metall einer Grillpfanne sich bei Hitze unterschiedlich ausdehnen und es so zu Spannungen kommt. Plötzliches Abkühlen kann ebenfalls Risse in der Beschichtung verursachen. Auch ist die Beschichtung oft weiß, wodurch sie sich leicht verfärbt und wenig ansehnlich ist.

Eine Keramikpfanne richtig pflegen

Nur bei guter Pflege behalten Keramikpfannen lange ihre hervorragende Antihaftwirkung. Sehr wichtig ist dabei die Verwendung des richtigen Öls: Es sollte niemals über den Rauchpunkt hinaus erhitzt werden. Sonst verklebt es und die Pfanne verliert ihre Antihaftwirkung.

Eine Keramikpfanne ist nicht spülmaschinengeeignet, da die aggressiven Reinigungsmittel die Beschichtung angreifen. Zur Reinigung per Hand reicht ein weicher Spülschwamm und warmes Wasser. Stahlwolle, raue Schwämme oder Reinigungsmittel mit Scheuerwirkung beschädigen die Keramikoberfläche sehr schnell und verkürzen die Lebenszeit der Pfanne deutlich.

Emaille: Kratzfest und beständig

Emaille ist eine Schutzschicht, die bei sehr hohen Temperaturen aufgebracht wird. Wie Glas besteht sie aus Silikaten und Oxiden. Emaille beeinflusst den Geschmack von Nahrungsmitteln nicht.

In Emaillepfannen kannst Du viele Rezepte umsetzen: Sowohl scharfes Anbraten als auch langsames Garen ist möglich. Für empfindliche Lebensmittel wie Fisch, die leicht zerfallen, ist sie durch die geringe Antihaftwirkung weniger geeignet.

Vor- und Nachteile einer Emaillepfanne

Eine große Stärke dieser Beschichtung ist, dass sie nicht nur sehr temperaturbeständig ist und bis zu 400° aushält, sondern auch kratzfest und dadurch sehr langlebig ist.

Der Nachteil von Emaille ist, dass es keine gute Antihaftwirkung hat. Dadurch wird mehr Öl benötigt, um ein Anbrennen zu verhindern. Zudem ist Emaille ein sprödes Material, das keine harten Stöße verträgt. Auch sehr plötzliche Temperaturänderungen solltest du vermeiden, um ein Abplatzen der Beschichtung zu verhindern. Ist das Unglück bereits passiert und ein Stück der Emaille abgesprungen, kannst Du die Pfanne aber dennoch weiter verwenden.

So pflegst Du Deine Emaillepfanne

Wie auch bei Keramikpfannen solltest Du zum Schutz der Beschichtung keine Töpfe in die Pfanne stellen.

Zwar geben einige Hersteller an, dass ihre Pfannen mit Emaille in der Spülmaschine gereinigt werden können, dennoch solltest Du Deine Pfanne lieber per Hand reinigen. Lasse sie dafür abkühlen und wasche sie mit warmen Wasser und einem weichen Schwamm. Um die Oberfläche nicht zu zerkratzen, vermeide Stahlschwämme und scheuernde Reinigungsmittel.

Die Qual der Wahl

Bei guter Pflege halt auch eine Grillpfanne mit empfindlicher Beschichtung sehr lange. Es ist sinnvoll zu den höherpreisigen Modellen zu greifen, denn mit der Qualität der Pfanne steht und fällt das Grillergebnis. Wenn Du Deine erste Grillpfanne kaufst, lass Dich am besten im Fachgeschäft beraten oder wirf online einen Blick in die Erfahrungsberichte anderer Käufer.

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